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Führungskräftekommunikation: Mit dem Intranet die Leitwölfe unterstützen

Wie ist es um das Mediennutzungsverhalten von Entscheidern und Managern bestellt? Die neue Studie „Thought leadership disrupted“ von Hill & Knowlton Strategies kommt zu eindeutigen Ergebnissen:

·       Fast zwei Drittel (60 %) der befragten Führungskräfte fühlen sich von der Masse an Informationen überfordert

·       Mehr als die Hälfte fühlt sich vom unablässigen Fluss an Inhalten gestresst und belästigt

·       Als Konsequenz geben drei Viertel (75 %) der Top-Manager an, ihre externen Informationsquellen viel sorgfältiger auszuwählen und beispielsweise nur noch wenigen vertrauenswürdigen Persönlichkeiten in den sozialen Medien zu folgen.

Verschärft wird das Ringen um Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit von Führungskräften auch durch die internen Informationsangebote. Kaum ein Unternehmen verzichtet heute auf eine gesonderte Führungskräftekommunikation. Wesentliche Ziele dabei:

·       Die Führungskräfte durch Kommunikationsmittel und Interpretationshilfen „sprechfähig“ zu machen, um sie bei der Strategievermittlung und Mitarbeiterführung zu unterstützen

·       Das Vertrauen in die Unternehmensleitung zu stärken

·       Die Vernetzung und den Wissensaustausch der Führungskräfte untereinander zu fördern.

Die Krux: Die Vielzahl an bereitgestellten FAQs, Sprachregelungen, Foliensätzen oder E-Mail-Newslettern erleichtern die Führungsarbeit nicht. Stattdessen wird sie hierdurch gefühlt immer umfangreicher und komplexer – sie erweist sich als Bumerang und Produktivitätsbremse.

Das Führungspersonal durch moderne Intranets entlasten

Abhilfe versprechen moderne, leistungsstarke Intranets, mit denen Kommunikationsmanager das Informationsvolumen verringern und die medialen Angebote besser steuern können:

·       Personalisierte Informationen und das Folgen von Personen/Dokumenten ermöglichen. So wird die Flut im E-Mail-Postfach wirksam reduziert. Die Führungskraft kann besser selektieren und das Wichtige vom weniger Wichtigen trennen. Die lästige Frage „Wo liegt denn die aktuelle Dateiversion?“ entfällt

·       Geschlossene virtuelle Teamräume für Führungskräfte bieten. Hier bietet sich die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten in einem geschützten Umfeld zu Führungsfragen auszutauschen, zum Beispiel „Mitarbeiterbindung- und führung im digitalen Zeitalter“

·       Meinungsbarometer und Blitzumfragen nutzen. Intranet-Redakteure können dadurch schnell herausfinden, zu welchen Themen noch Unklarheiten bestehen und weitere Kontextinformationen benötigt werden

·       Executive Blog einrichten. Statt schnöder E-Mail-Ansage können Vorstand bzw. Geschäftsführung authentisch ihre Gedanken mit ihren Top-Managern teilen, Erwartungen formulieren und Feedback einfordern. Immer größerer Beliebtheit bzw. Aufmerksamkeit erfreuen sich in diesem Zusammenhang auch Videostatements

·       Auf Wikis setzen. Im Gegensatz zu statischen PDF-Handbüchern oder Q&A-Katalogen lassen sie sich schneller aktualisieren und leichter verschlagworten/durchsuchen. Querverlinkungen/-verweise vermindern die Textlänge, ohne an Substanz oder inhaltlicher Tiefe zu sparen.

Wie immer die Führungskräftekommunikation 2.0 im Social Intranet auch gestaltet wird: Kommunikationsmanager sollten ihre Angebote konsequent an den drei Kernanforderungen ihres Führungspersonals messen:

1.   „Erfüllt das Intranet wirklich meine Informationsbedarfe, oder werden an mir lediglich neue Medien ausprobiert, weil es gerade trendig und modern wirkt?“

2.   „Wird meine Arbeit tatsächlich erleichtert – oder bindet das Kennenlernen und spätere Nutzen neuer Funktionalitäten erst einmal gewaltig Ressourcen?“

3.   „Wodurch genau stellt sich ein Gewinn von Zeitfenstern durch die Nutzung ein?“

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Oliver Chaudhuri

Oliver Chaudhuri ist Principal Consultant Kommunikation von HIRSCHTEC. Er unterstützt Unternehmen dabei, Schwellen auf dem Weg zum Social Workplace durch Kommunikation zu überwinden und den kulturellen Wandel gemeinsam mit den Mitarbeitern erfolgreich zu gestalten.