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Die Social Business Arena auf der CeBIT 2015 – Ein Besuch

Bei besten Frühlingswetter ging die dreitägige Fachkonferenz der Social Business Arena im Rahmen der CeBIT 2015 heute in die dritte Runde. Vom 16. – 18. März diskutierten Experten und Praktiker über Trends und Entwicklungen von technologischen und organisatorischen Veränderungsprozessen, die mit dem Einsatz sozialer Technologien im Unternehmen in Verbindung stehen.

Anders als im letzten Jahr fand die Konferenz dieses Jahr in Halle 4 statt und bot neben viel Tageslicht und ungewöhnlich frischer Messeluft, interessante Beiträge und Diskussionen.

Dr. Peter Schütt (IBM)

Dr. Peter Schütt (IBM)

 
Eine Keynote zur Zukunft des intelligenten Digital Workplace hielt Dr. Peter Schütt, Leader Collaboration Solutions Strategy and Knowledge Management bei IBM. Wandel sei das Beständigste. Und das Einzige, was Unternehmen nachhaltig Erfolg beschere, sei Innovation.

 
 
 

Eine Diskussionsrunde widmete sich dem Thema Social Collaboration als Change-Werkzeug. Die Experten sind Harald Schirmer (Manager Corporate HR Development & Organizational Development, Continental AG), Stephan Grabmeier (Innovation Evangelists) und Dr. Peter Geißler (communardo).

Harald Schirmer (Continental), Stephan Grabmeier (Innovation Evangelists) und Dr. Peter Geißler (Communardo)

Harald Schirmer (Continental), Stephan Grabmeier (Innovation Evangelists) und Dr. Peter Geißler (Communardo)

Die drei sind sich einig: Change müsse viel mehr Bedeutung beigemessen werden. Grabmeier betont, dass Social Collaboration ein Unternehmensentwicklungsthema ist und keine Change-Komponente. Harald Schirmer blickt auf 25 Jahre bei Continental zurück und weiß aus Erfahrung, dass aus Sicht des Change-Managements verschiedene Ebenen betrachtet werden müssen (Personal Level, Social Level und Structure Level) und dass – wie immer wieder betont – die Führungsebene als Role Model von besonderer Bedeutung ist.

 

Über die Bedeutung der richtigen Technologie sind sich ebenfalls alle einig, wobei Dr. Geißler auch unterstreicht, dass man die funktionale Ebene durchaus verlassen muss, um einem Projekt Sinn zu geben. “Sinn vor Funktion” müsse das Motto lauten, wenn man ein Social-Collaboration-Projekt mit Leben füllen und Mitarbeiter von Social Collaboration begeistern möchte. Stephan Grabmeier sieht das Verhältnis IT und Kultur bei 20:80. Man müsse geeignete Anwendungsfälle und eine passende Arbeitstypologie finden und gestalten. Fazit dieser Diskussion für einen erfolgreichen Change: Vorleben, Signale setzen und auch nach dem Initialisierungsprozess Trainings und Workshops anbieten (Geißler). Miteinander reden, machen und Grenzen aufbrechen (Schirmer).

Sehr rege war die Diskussion über die Herausforderungen und Veränderungen mit der digitalen Arbeitsorganisation. Teilnehmer waren u. a. der Zukunftsforscher Prof. Dr. Dr. Ayad Al-Ani und Reinhard Karger (Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen). Al-Ani zeigte die Entwicklung von Hierarchien, die früher als das Ordnungsprinzip der Zukunft galten, heute durch verstärkte Netzwerkstrukturen aufgebrochen werden. Permanente Innovationen in Unternehmen seien nur mit Hilfe der Crowd möglich. Die Crowd müsse also wieder hineingeholt werden in die Hierarchie. Wie also werden wir in Zukunft arbeiten?

Ein inspirierender Abschlusstag der Social Business Arena, die sich ab morgen als Web Experience Arena dann u. a. Themen wie Web & Mobile Experience Management, Digital Customer Engagement & Web Marketing Automation widmet.

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